Was für ein Start ins neue Jahr! 4 x 20/20 für La Mission Haut Brion
Wieder ein super Jahresanfang mit einer tollen Vertikale und grossartigem Menu. Ueber ein Dutzend Jahrgänge La Mission Haut Brion kamen in die Gläser. Einem Wein, dem ich eher selten begegne. Deshalb umso spannender, ihn in dieser Fülle zu erleben.
Bestenlisten, Jahresrückblicke, Tops und Flops gehören zum Jahresende wie das Christkindli zum Esel. Und als ob es nicht schon genug davon gibt, kommt jetzt auch noch Lynch Baschi's Liste der besten Weine 2010. Während den letzten 12 Monaten kamen einige, tolle Weine ins Glas, und beim Revue passieren dieser Erlebnisse, wird mir so richtig bewusst, was für ein geniales Weinjahr dieses 2010 war. Ueber zwei Dutzend Weine bewertete ich in diesem Jahr mit dem Maximum von 20 Punkten. So quasi "My best wines..." Was bleibt sind aber nicht Punkte oder Notizen, sondern die Erinnerung an wunderbare, genüssliche Stunden mit tollen Menschen und tollen Weinen. In diesem Sinne danke ich allen für eure Besuche an meinen Events und auf MYBESTWINE.CH. Ich wünsche euch allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2011. Ich freue mich auf viele spannende Weinerlebnisse mit euch im nächsten Jahr.
Heitz Cellar Martha's Vineyard: Alles ausser gewöhnlich!
Heitz gehört zu den traditionellsten Wineries Kaliforniens. Gegründet in den frühen Sechzigerjahren. 1993 von der Reblaus heimgesucht und 1996 quasi neu auferstanden. Aussergewöhnlich ist der typische Eukalyptus Geschmack und leider auch die oft unsaubere Noten vor allem in den 80er Jahren. Deshalb waren auch die Bewertungen der Weine aussergewöhnlich unterschiedlich. Die Weine von Heitz sind nie Bulldozer, keine alkoholischen, fetten Bomben. Sie sind einfach einzigartig. Ist man sich von Kalifornien eher mächtige, volle Cabernets gewohnt, präsentiert Heitz seine Weine eher ruhig, typisch und klassisch. Die Weine sind beruhigend und entspannend. Ein Wein zum träumen. Diese These bewiesen einzelne Teilnehmer des Events übrigens eindrücklich… Also zurücklehnen, entspanen und lesen... Wer übrigens kalifornische Cabs lieber als Aphrodisiakum oder Partydroge geniessen möchte, für den gibt's jetzt den perfekten Event dazu!
Kriminalität und Genialität - Ein Weinabend zwischen Frust und Glückseeligkeit
«SAUTERNES 1899 - 1830 / CHÂTEAU LATOUR 1990 - 1961» Durch glückliche Umstände kam ich zu einem halben Platz für diese Raritäten Degustation. „Sharing-Glases“ sind eine gute Sache bei relativ teuren Events. Man teilt sich die Weine und die Kosten, und am morgen hat man keinen dummen Grind. Mein Teilhaber an diesem Abend war Thomas Krieg. Es gab 10 uralte Sauternes und 10 Jahrgänge Château Latour. Unter anderem meine Lieblingstürme 1990, 1982 und den legendären 1961. Mein Plan: Ich teile also die Weine mit dem lieben Thomas Krieg. Er trinkt die Sauternes und ich die Latours… Faires Angebot, Thomas? Nicht ganz?… Dann halt nicht. Und da ich im Frieden mit Krieg den Abend verbringen wollte, einigten wir uns darauf, dass beide von allem wenig kriegen (ja, der musste jetzt auch noch sein…). Ein bitter-süsser Bericht....
Auf dem Bild: Eine echte und eine gefälschte Latour 1961. Wer findet die 10 Unterschiede, abgesehen vom Inhalt, natürlich...
Regelmässigen Besuchern meiner Homepage mag aufgefallen sein, dass in letzter Zeit die News etwas spärlich flossen. Das hängt damit zusammen, dass ich zwei Wochen im Bergsteigertrainingscamp war. Denn René Gabriel lud zur Herbstwanderung, und das braucht eine seriöse Vorbereitung. Höhenaklimatisation, Biwak bei Sturm und Schnee und Konditionstraining. Denn der Aufstieg zum Mount Under Lowynen, nur wenige Meter unterhalb des Mount Everest, war für alle eine riesige Herausforderung, galt es doch nebst dem Notfallproviant und der Sauerstoffflasche auch noch zwei Flaschen Wein mit hoch zu schleppen. Aufgund der Minustemperaturen und eingefrorenem Kugelschreiber beschränke ich mich diesmal auf die Kurzbewertungen dieser Gipfelweine (es gab noch ein paar mehr, aber wir mussten uns ja auch wieder abseilen...)
Bild oben: Endlich auf dem Gipfel! Lynch Baschi mit Sherpa Um Lej Tung
1993 Solaia
altfassig, säurebetont nie richtig reif (15/20) austrinken
In Italien trinkt und macht man Weine zum Essen. Deshalb war "Fantastico!" Grandi Vini Toscana 1997 mehr als "nur" eine Weindegustation. Era una serata veramente italiana. Zusammensitzen, parlaren, geniessen, essen, trinken, schwelgen, leben... Dass es typico wurde, dafür sorgten "Nonna" Carmela zusammen mit Werner Tobler uns seinem Team. Und was dieser italienische Engel mit 82 Jahren uns auf den Tisch zauberte war einfach buonissima! Also lieber Werner, reiss dich zusammen, wir wollen dich auch noch mit 82 in der Küche erleben.... Ach ja, und die Weine. 25 Top Toscaner aus perfektem Keller von Eugen Häfliger zeigten sich in prächtiger Form. Und was würde unsere lieber Luigi dazu sagen: "Isse eine vone di gloriossiste Tage von meine ganze Lebe...!" Hier geht's zur Gazetta... Lust auf noch mehr Toscana und Werner Tobler... Klicke hier!
Waren Sie auch schon mal auf einer Kaffeefahrt? Meistens lockt man Leute mit einer Gratis Carfahrt und phantastischen Geschenke (normalerweise einen Salami, 100 gr. Honig und ein Probeabo von der Glückspost) ins Grüne und anschliessend in eine gottverlassene Landbeiz zum Gourmetschmaus. Dort gibt es hinter verschlossenen Türen Pastetli mit Hilcona Chügeli, dazu Nüdeli und Hero Erbsli mit Rüebli und eine gaaanz lange Präsentation von Geräten und Dienstleistungen, welche die Menschheit mit normalem Menschenverstand eigentlich nicht braucht. Ähnlich lief unsere Best Bottle am Freitag im Adler ab. Hier trafen sich glückliche Menschen voller Vorfreude auf einen genüsslichen Weinabend mit grossartigem Essen (wirklich hervorragend, ohne Konserven….of course). Gewiefte Teilnehmer nutzten nun die Gelegenheit um Ihre Dienstleistungen und Produkte (Weine) anzupreisen. Das ist an und für sich noch nichts Tragisches - auch ich gebe gerne mal einen günstigen Tipp ab oder empfehle einen Weinevent. Doch wenn die Lobhudeleien auf die eigenen Weine, Ladenlokale und Events den ganzen Abend dauern, geht das ganz schön auf die Nerven. Denn nicht nur die genötigten Zuhörer (einige wünschten sich eine Lamadecke, um bequemer einzuschlafen, gell Peter…), sondern auch die Weine schienen sich infolge des monologen Geplappers zunehmend zu verschliessen.
Also Keiner verlässt diese Homepage ohne diesen Bericht zu lesen!
Geplant war an diesem Helloween Weekend eigentlich die “Worst Bottle”, aber kaum jemand traute sich in dieses önologische Gruselkabinett. Deshalb trafen sich ein paar Weinfreunde halt spontan zu einer offenen Best Bottle Party. Aufgrund der gemeldeten Weine befürchtete ich ein zünftiges Chrüsimüsi… doch es kam überraschend gut und sehr spannend, denn für mich waren viele Weinpremieren dabei...
...selber mal dabei sein? Hier gibt's neue Chancen!
Bordeaux 1970: Ein Jahrgang mit vielen Fragezeichen ?????
Den 70ern begegnet man immer noch ziemlich oft. Denn die Winzer und der Markt wurden praktisch mit diesem Jahrgang überschwemmt. In jener Zeit kümmerte man sich noch wenig um Mengenbeschränkungen und Selektionen. Es wurde vergoren was das Zeugs hielt. Doch wie entwickelten sich diese Weine über die letzten 40 Jahre? Der Jahrgang galt immer als sehr klassisch. Gerbstoffreich und säurebetont. Deshalb traute man den Weinen eine sehr lange Lagerzeit zu. Aber mit so wenig Frucht? Erstaunlicherweise wiesen fast alle degustierten 70er noch eine recht junge Farbe auf. Das Bouquet war bei den meisten Weinen in Ordnung, und nicht überreif. Der Gaumen dafür fast immer sperrig, säurebetont und hart. Diese Unharmonie wirft viele Fragen auf. Bordeaux 1970 – Wird das mal was? War da überhaupt mal was? Soll man noch kaufen oder gar verkaufen, wenn man noch hat? Eine Degustation von René Gabriel im Sempacherhof, sollte Antworten geben...
Kreuz Stamm: 16 Punkte Gault Millau Feier mit Weinen von Hans Isaak
Zum ersten Mal empfingen uns Romaine Stoffel und Hans-Peter Suter im Kreuz Emmen mit ihren soeben neu erhaltenen 16 Gault Millau Punkten. Eine verdiente Anerkennung für die permanent hohe und fantasievolle Küche in den letzten Jahren. Nachträglich nochmals herzliche Gratulation. Gefeiert wurde mit Weinen auf ebenfalls sehr hohem Niveau aus dem Keller vom grosszügigen Bordeauxliebhaber Hans Isaak. Die drei Highlights des Abens seht ihr nebenan: v.l.n.r. Hans Isaak, Haut Brion 2000 und Pichon Baron 2000. und was es sonst noch gab steht hier...
2007 Barolo „Pichemej“ Famiglia Marrone, La Morra 19/20 trinken – 2025
Es ist immer schwierig Weine von Freunden objektiv zu bewerten. Aber wenn nicht Freunde zu einander ehrlich sind, wer dann…? Wir waren also wieder mal im Piemont, und Gian Piero Marrone präsentierte uns den neusten Jahrgang seines Spitzenbarolos Pichemej. Das ist an und für sich nichts Spezielles und wiederholt sich jährlich – nur war es diesmal mit dem Barolo 2007, der erste Jahrgang, den Gian Piero zusammen mit seiner Tochter Valentina kelterte. Valentina arbeitet nun seit drei Jahren als Oenologin in der Cantina mit. Die zwei werden im administrativen Bereich unterstützt von den beiden älteren Schwestern Denise und Serena und natürlich durch Mama Giovanna und Nonna.
Der 2007er Pichemej zeigt sich glänzend granat rot. Das Bouquet ist anfänglich Barolo klassisch, rotbeerig, mit feinen Holznoten. Nach wenigen Augenblicken im Glas entfaltet er sich aus Schönste; Erdbeeren, Himbeeren, Griottekirsche, Zedern, edles Vanille, Tabak. Im Gaumen ebenfalls zuerst wieder kurz defensiv, danach dieselbe Aromaexplosion. Genial. Perfekt ausgereiftes Traubengut, lassen die Tannine und Säure mild daherkommen. Der Wein ist wunderschön balanciert und finessenreich. Mit Sorgfalt im Rebberg und exakter, moderner Vinifikation ist hier wohl der beste Barolo der Famiglia Marrone entstanden. Gian Piero fragte mich, was ich diesem Wein für ein Potential gebe? Kein grosses, den in Anbetracht der lediglich 7000 Flaschen und des unglaublich hohen Spassfaktors, welcher dieser Wein bereits in seiner Jugend bietet, dürften die wenige Flaschen kaum ein „würdiges“ Barolo Alter erreichen... Das grosse Potential liegt nicht im Wein sondern in der Zusammenarbeit von Gian Piero und Valentina. Vom Vater die Weisheit und Erfahrung, von der Tochter den Esprit und das grosse Talent. Wir dürfen uns freuen!
Erhältlich voraussichtlich ab Januar 2011.
NB: Suchen Sie das Weingut Marrone nicht im Gambero Rosso… Gian Piero investiert sein Geld lieber im Rebberg und in der Cantina. Einmal sagte er mir, dass er mit dem gesparten „Gambero Rosso Geld“ sich einen neuen Traktor leisten konnte, dieser bringt seinen Weinen mehr Nutzen und ihm einen ruhigeren Schlaf…. Typisch Marrone eben.
Meine Frau zauberte ein genial gegartes US Beef mit einer traumhaften Sauce auf den Tisch. Grund genug wieder mal eine Flasche meinses Lieblingskalifornier Araujo zu öffnen. Diesmal den in den USA nach wie vor unterschätzten Jahrgang 1998. Der Wein strahlt von Beginn weg. Anfänglich klassisch kalifornisch, Creme Cassis, feine Minze. Danach dezente Röstaromen (Espresso), feine Holznoten. Immer alles in höchst eleganter Form. Fantastischer Gaumenfluss, zart und feingliedrig. Jetzt prächtig zu trinken. Während neuere Jahrgänge leider etwas fetter, teurer und punktereicher sind, gönne ich mir diesen eher vergessenen Jahrgang dafür gerne öfters. Zudem muss man wissen dass Araujo einen Zusatzeffekt hat: Er wirkt aphrodisierend (je nach dem mit wem man ihn trinkt, natürlich...) NB: Bald habe ich sämtliche Jahrgänge dieses Traumstoffs zusammen, und dann gibts eine geniale Degu. Event ist jetzt online!
Es ist zwar erst September, aber es war definitiv der Event des Jahres. Vielleicht weltweit einmalig - 14 Jahrgänge von einem der rarsten Weine der Welt: Screaming Eagle. Ein Nachmittag voller magischer Momente, schwer zu beschreiben... Ein Versuch in Wort und Bild...
Marek Rak (wein-events.ch) öffnete an diesem Abend prächtige Weine. Reife, junge und spannende Beispiele aus der Welt Cabernet Hochburg Pauillac. Die Flaschen stammten grösstenteils aus ein und demselben perfekten Keller. Zum Report.
Bordeaux 1982 - Wenn Inhalt wichtiger ist als Etikette…
Kann man je einmal einige der grössten Bordeaux 1982 Premiers degustieren, ohne sich dabei über die Preise zu ärgern, oder sich zu hintersinnen, wie viel Kohle man jetzt gerade die Kehle herunter geschüttet hat? Wie viel Gegenwert muss eine Flasche Wein bieten, wenn Sie Fr. 5000.- oder teurer ist? Macht es überhaupt Sinn so was zu trinken? Eigentlich nicht, eigentlich….
Martha und Daniel Gantenbein sind seit Jahren weit über die Grenzen hinaus bekannt. Seit 25 Jahren leben sie ihren Traum, Spitzeweine im Bündnerland zu produzieren. Ständig auf der Suche nach Verbesserungen, Optimierungen und getrieben vom der eigenen Leidenschaft, dem Ehrgeiz und dem Verlangen ganz grosse Weine zu schaffen. Die Gantenbeins sind Winzer aus Berufung. Es ist schon schwierig an ihre grossen, raren Weine heranzukommen, gescheige dann, ein Rendez-Vous auf dem Weingut zu erhalten. Doch manchmal hat man Glück...
Wir wollten uns ein Bild machen, von der aktuellen Tessiner (Spitzen)-Weinszene und vom grossen Jahrgang 2007. 18 Weinnasen trafen sich dazu im Kreuz immen bei südlichen Temperaturen. Die Weine sind durchwegs sehr gut, die meisten noch in ihrer laktisch jungen, cremigen Phase. Ab und zu wurde der Barriqueeinsatz bez. das Toasting etwas übertrieben, worunter der aktuelle Trinkspass aber auf keinen Fall litt. Viele Weien verfügen über ein tolles Alterungspotential. Warum also immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt, und zahlbar ist! Meine Bewertungen zu den zwei Dutzend Tessinern und die Publikumsrangliste sind jetzt online.
Nachmittags Karibik - abends Bolgheri! Die perfekten Ferien.
Dieser weisse "karibische" Mittelmeer-Traumstrand mit türkis blauem 28 Grad warmen Wasser, liegt nur wenige Kilometer neben den touristischen Massenstränden, und nur 20 Minuten von Bolgheri und seinen prächtigen Weinen entfernt. Ein Ferienbericht mit tollen Weinen und einer genialen Neuentdeckung....
Dieser Anlass entsprang aus einer früheren Kalifornien Degu von Yves Beck (ein paar Scrolls weiter unten…) Damals bewertete ich den 1994er Caymus mit 19.5 Punkten und setzte ihn auf meine Watchlist. Interessanterweise fanden wir sofort nach der Degu 13 Flaschen dieses besagten Weins bei einem bekannten Zürcher Weinhändler. Dort lagen diese Flaschen seit vielen Jahren zu einem sympathischen Preis– niemand schien sich dafür zu interessieren. Bis jetzt eben… Meine damals mitfahrenden Kumpels wollten natürlich auch und so teilten wir die 13 Flaschen redlich durch vier… Arrivage war in der Braui Hochdorf und jeder nahm noch einen schönen Kalifornier mit:
Weil 13 durch 4 schwierig ist, und weil man ein wenig Ego sein darf, schliesslich musste ich ja noch die Flaschen von Zürich her schleppen, probierte ich ihn schon vor ein paar Tagen. Wieder genial. Sehr offenes, reifes Bouquet. Süsslich, mineralisch, leichte Kaffeenoten und viel Würze. Im Gaumen fein, geschmeidig eher mittelschwer mit äusserst elegantem Abgang. Eine nicht ganz optimale Flasche öffneten wir dann an der Arrivage auch. Diese schien etwas müde und überreif.
Toll getoasteter Chardonnay ohne üppig zu wirken. Mineralisch, Pfirsich, Butter, Popcorn. Vollmundig gross. Genial zum geräuchertem Lachs, wenn die Gläser nicht schon fast leer gewesen wären. Kaufen!
Der rare Mount Veeder 2004 von Lokoya interessierte mich hauptsächlich darum, weil Winespectator ihm mit 87 Punkte zerreisst und Parker ihn mit 96 adelt. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft dazwischen. Enorm dunkel. Kirschen, Cassis, schwarzbeerig, Zedern. Im Gaumen sehr kräftig, dicht und kompakt. Die geballte Ladung an Aromen wirkt nicht marmeladig, da die Säure sehr gut stützt. Hier geht in ein paar Jahren bestimmt noch viel mehr. Warten.
Corison’s rarer Kronos (500 Kisten) war perfekt auf dem Punkt. Eher Bordeaux Stile mit kalifornischer Exotik. Tolle Eucalyptusnote, perfektes Holz. Macht total Spass. In Europa kaum erhältlich.
1994 Dominus 20/20 trinken – 2025
Das war die bis jetzt reifste Flasche Dominus 94, möglicherweise etwas warm gelagert. Granat. Leder, Ross, Pflaumen viel Würzaromen, Minze. Enorm schön balanciert. Im Gaumen Schokonoten, Zedern, Tabak. Der Wein ist dermassen vielschichtig und spannend. Verändert sich mit jedem Schluck. Total lebendig.
André Kunz hatte die Idee zu dieser 83er Probe im Mai, als in unserer Gegend rund 10 Grad Durchschnittstemperatur herrschten. Nun ist der Sommer angekommen und mit ihm diese tolle Degu. Dass es für die zarten, fein duftenden, reifen 83er nicht ganz einfach werden wird, bei einer sommerlichen Abendtemperatur von 27 Grad, war allen klar. Erschwerend kam aber noch dazu, dass nach dem heuet die Landwirte ihre Felder düngten rund um das Emmer Kreuz… Dieser „animalische“ Duft wurde dann aber übertönt und vermischt von mächtig kräftigen Chanel Aromen, welche je nach Wind über unseren Tisch wehten. Die Vermählung von Gülle und edlem Parfum nenne ich „Chanel-Bschötti“… Wie die grossartigen 83er Bordeaux tapfer dagegen kämpften erfahrt ihr hier...
Falls Sie wirklich vor hatten, Bordeaux 2009 Premiers zu kaufen, sollten Sie sich vielleicht doch mal an den Arzt ihres Vertrauens wenden, oder werfen Sie vorher noch schnell einen Blick auf Lynch Baschi’s „Bordeaux 2009 Generika“ Liste. Der Bordeaux Einkaufstipp für Vernünftige. Warnung: Es sind auch 2009er Preise aufgeführt! Also wirklich nur geeignet für Leute mit starken Nerven. Für Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder fragen Sie Lynch Baschi...
Ich nerve mich total ab der Fussball WM in Südafrika. In sämtlichen Tipp Spielen liege ich abgeschlagen unter „ferner liefen“… Obwohl ich alles richtig getippt habe, aber die Jungs unten am Kap spielen einen dermassen Kack, dass man sich auf nichts mehr verlassen kann. Die Engländer schaffen es nicht mal gegen Algerien, die Franzosen sind froh, bald nach Hause zu dürfen und die Brasilianer frieren sich ein kühles 1 – 2 gegen die Fussballgrossmacht Nordorea ab. Ganz biederes Gekicke! Ich hatte die Schnauze voll, von Schlaffmittelaffichen wie Serbien – Gahna, Südkorea – Griechenland oder Japan – Kamerun… gäähhn… und so kam mir die Idee eine Wein Weltmeisterschaft ins Leben zu rufen. Glücklicherweise haben wir unseren „Kreuz Stamm“ Termin mitten in die Fussball WM gesetzt. Ich tauschte Fussballspieler gegen Flaschen (!) aus und die unsäglichen Vuvuzelas gegen herrlich klingende Gläser. Für mich war dieser Abend der vorgezogene WM Final!
Best of California - Ein Event von Yves Beck (burgweg-wein.ch)
Wenn Yves Beck zu einer raren Degustation ruft, dann kommen die Fans aus der ganzen Deutschschweiz nach Ligerz, und auch ein paar wenige aus der Umgebung. Die weite Anreise lohnte sich, vor allem wegen den Weinen und - wenn man vorher gegessen hat - auch des Essens wegen... Noch erfreuter bin ich, wenn der genialste Wein noch günstig zu kaufen ist.... Zum Report.
Es war auch ohne Musik ein wenig wie in der Disco. Für den Sound sorgten die Weine. Sensationell wie sich die einzelnen Flaschen an diesem Abend im Sempacherhof präsentierten. Wieso? Es ist halt wie auf der Tanzfläche. Es braucht die richtige Musik und der oder die richtige TanzpartnerIn… In unserem Fall bestand diese Harmonie aus grossartigen, trinkreifen Bordeaux und aus den Gläsern(!). Zum ersten mal führten wir diese bemerkenswerte Probe vollumfänglich mit nigelnagelneuen Gabriel-Gläsern durch. Erlebnis und Erkenntnis waren verblüffend. Intensiveres Weinerlebnis trotz nur gefüllten 3.5 cl (bei 18 Teilnehmern). Mir schien es, als ob sich die Weine sauwohl fühlten in diesen neuen Gläsern und sich auch deshalb von ihrer besten Seite zeigten. Das Gabriel-Glas: Ein Mehrwert für Nase und Gaumen. Versuchen Sie es – es kostet nichts im Vergleich zu dem was drin war, und drin war Einiges.. Zum Report
Unter dem Motto „Best of Cellar Degu“ luden Franz Lustenberger und Roberto Mazzoni ins Kreuz nach Emmen ein. Am Tag der Arbeit war eine gewaltfreie, dafür eindrückliche Demonstration Ihrer Kellerschätze angesagt. Und die Weinfreunde hörten die Signale, und zogen mit wehenden Fahnen Emmen entgegen – auf zum nächsten Wein- und Schmausgericht… Ein armer Siech ist dann nur derjenige, welcher die nächste Degu planen muss.... Huch, das bin ja ich....
Für den passenden Sound während dem lesen bitte hier klicken...
Sehr dunkel. Farblich ein 86er. Vielschichtiges, tiefes, erdiges Bouquet. Einerseits noch präsente beerige Aromen, darunter Malaga, Tabak, gar dunkle Schokolade und Birnel. Gaumen perfekt rund harmonisch, erhaben. Bestätigt die Aromenvielfalt bis zum Abgang. Grossartiges Altweinerlebnis. Schwer etwas Negatives zu finden – vielleicht, dass es nur ein Schöppli war, aber ich weiss ja, dass von den vier Anwesenden mindestens drei noch Besitzer von diesem genialen 34er sind. Daher werde ich euch weiterhin immer brav beim Jassen gewinnen lassen, obwohl ich natürlich locker…. 1934 Haut Brion 20/20 trinken - 2025
Es wird definitiv nie meine Lieblingstraube. Oftmals zu fett, zu breit. Aber andererseits wieder sehr duftig, elegant und tiefgründig. Einen Ueberblick über Shiraz arround the World gab diese Best Bottle in der Braui Hochdorf.
Weitere Tasachen und Meinungen von Lesern zu dieser Degu findet ihr im Weinfreunde Blog
„Man könnte doch mal“, oder „wie wär’s wenn wir mal“, oder „man sollte halt mal“… Thomas Kunz und ein paar Weinfreunde nerven solche Floskeln. Sie sind Männer von Taten: „Ich habe einen La Mission, ich einen Montrose, dann nehme ich den Mouton und du den Pichon Lalande“. Datum klar! Ort klar! Los geht’s! Und schon sitzen wir zusammen im Kreuz in Emmen. Ich liebe spontane Weinevents – vor allem, wenn dann solche Weine auf den Tisch kommen…..
Frohe Ostern! Die Karfreitags Degustation von André Kunz
Eine schöne Tradition ist diese Degu von André Kunz. Nach 1000 Bordeaux Primeur Proben ist dieser Anlass jeweils Balsam für seinen Weingaumen. Ein Dutzend Weinfreunde trafen sich im Restaurant Kreuz Emmen zu einem tollen Mittagessen mit spannenden Weinen. Es wurde gefachsimpelt, geraten, geblufft und genossen. Genau so wie es sein muss! Welche önologischen Eier uns André dieses Jahr ins Nest gelegt hat, erfahrt ihr hier.
Walliser Fondue auf 2100 Meter über Meer. Geburtstagsfeier auf der Fiescheralp. In 99% aller Fälle wäre klar, was für einen Wein wir zum Käsefondue trinken (müssen…) Nicht so, wenn Martin Merz seinen 40. Geburtstag feiert. Typisch Dinu, transportierte er eine Gondel voll grossartiger Jungweine auf die Fiescheralp. Selbstbedienung war angesagt… Ob sich wohl die ganze 90-köpfige Gästeschar bewusst war, welch fantastische Weine sie in kleinen „Fendant-Ballons“ vorgesetzt bekamen? Zitat: „Du, es hat keinen Bordeaux mehr, nur noch Margaux oder einen aus Pichon….“).
Ich startete mit dem 2007er Sassi Grossi von Gialdi (18/20 trinken). Sehr elegant, trotz üppigem Barrique Einsatz (Mocca, Kokos, Caramel, Butter). Fein strukturiert. Toller Tessiner. Danach Giscours 2003(18/20 trinken), diesen Wein hatte ich länger nicht mehr im Glas, da meine erste Kiste davon schon ausgetrunken ist, und die zweite noch zu… Erneut sehr lecker, unkompliziert. Spricht einfach spontan an und macht allen Spass. Mehr Gehalt und Körper erlebte ich dann beim Calon Ségur 2003(18.5+/20 warten) Für 2003 sehr klassisch und tief mit tollen Reserven. Wird sich sehr gut entwickeln. Voll überzeugt bin ich von Pichon Baron 2003 (19+/20 warten). Der Wein ist deshalb so gross, weil er sich „normal“ entwickelt für 2003. Nicht üppig oder marmeladig, sondern vom Vergleich her eher ein 2000er. Zurückhaltende Nase (Creme Cassis, Zedern) Gaumen enorm kräftig und konzentriert. Strahlt grosse Klasse aus. Brillanter Wein. Es lohnt sich zu warten. Und dann sagte meine Frau, dass sie auf einem anderen Tisch einen Cos d’Estournel gesehen habe… „Der Dinu wird doch nicht auch noch einen 03er Cos“… dachte ich mir, als Martin mit der besagten Flasche bereits neben mir stand. Wow, ist das ein Riesenteil: Cos d’Estournel 2003 (20/20 warten), fast schwarz, viel dunkle Beeren, Rauch. Voller Gaumen, sensationell jetzt schon – unglaubliche Komplexität in diesen jungen Jahren. Ein Meisterwerk – bester Cos, den ich je getrunken habe.
Was für eine Geburtstagsparty! Für die einen Udo Jürgens und für mich diese genialen Weine! Herzlichen Dank, Dinu, es war sensationell! Bleib so jung wie deine Weine im Keller!
American Beauty 3 Report - Verbrecher kehren bekanntlich gerne an den Tatort zurück, so auch das Dreckige Dutzend, dass sich wieder aufmachte in den Adler Nebikon, um gut zwei Dutzend American Beauties zu knacken....
American Beauty 3 Bericht von Achim Becker jetzt auf:WINETERMINATOR
Die 85er im Bordeaux sind irgendwie seit Jahren trinkreif. Sie sind nicht füllig oder opulent. 1985 bescherte klassische (im positiven Sinn), filigrane und immer ein wenig grünliche Weine. Exotische Noten (infolge der Wärme). Ein Jahrgang für Bordeaux Liebhaber. Anlässlich einer schönen Horizontalverkostung in Twann brachte Yves Beck fast 30 Weine ins Glas. Wer davon noch hat, kann sich freuen und geniessen. Nachzukaufen lohnt sich in den meisten Fällen nicht mehr, hierzu gibt es allenfalls Alternativen zu ähnlichen Preisen aus den Jahren 1983, 1986, 1988 und 1989. Hier meine Kurznotizen zu den degustierten Weinen...
Magnum Best Bottle - Spass im Doppelformat. 16 Weinnasen trafen sich mit einer schönen Magnum unter dem Arm im Sempacherhof. Kulinarisch und gastfreundlich verwöhnt von Riccarda und Hans-Peter Müller-Keller (-Huber) erlebten wir Genuss und Spass im Doppelformat. Zum Report
. 16 Weinnasen trafen sich mit einer schönen Magnum unter dem Arm im Sempacherhof. Kulinarisch und gastfreundlich verwöhnt von Riccarda und Hans-Peter Müller-Keller (-Huber) erlebten wir Genuss und Spass im Doppelformat.